Der Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an (http://www.nachhaltigkeitsrat.de/de/der-rat/mitglieder-des-rates/?size=1v), die Beiträge für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln.

http://www.nachhaltigkeitsrat.de/

Eine Empfehlung des Rates ist, den Ökolandbau in Deutschland von 6 auf 20% auszubauen. Der Rat befasst sich aber auch mit der Priorisierung unserer Werte. Was ist uns wichtig für die Zukunft? Welche Werte haben den höchsten Rang:

“Unsere Gesellschaft muss viel stärker über die Wertorientierung unserer Lebensstile und über den Wert öffentlicher Dinge reden.”

Dr. Hans Geisler, Mitglied des Rates

Hier kommen wir wieder zu dem Punkt ob uns Nachhaltigkeit und ein klimawandelkompatibler Lebensstil glücklich machen müssen – oder ob er uns unglücklich machen darf. Oder vielleicht sogar muss? Muss sich jeder einzelne einschränken? Ist es vielleicht sogar besser, sich einzuschränken weil es glücklicher Macht? Aber Verzicht macht nur glücklich, wenn man ihn sich schön redet. Also stolz darauf ist, verzichten zu können. So ähnlich wie bei Magersucht. Ich kontrolliere meine Begierden, also bin ich ein erfolgreicher Mensch. Klingt, wie das was die Kirche über Jahrhunderte gepredigt hat. Also wenn man das freiwillig machen will und es einem Spass macht ist das ja prima. Wenn es missionarisch ist, wird es bedenklich. Finde jedenfalls ich!

Im Ausstellungskatalog “zur Nachahmung empfohlen” (http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/kultur_der_nachhaltigkeit/zur_nachahmung_empfohlen.html) geht es auch um die Rolle der Kunst im Ringen um die Nachhaltigkeit. Da gibt es den Vorschlag, Meerwasserentsalzungsanlagen als Kunstobjekte zu bauen. Mit dem entsalzten Wasser können nicht nur Menschen versorgt, sondern auch Felder bewässert werden. Sie Kunst nicht nur als Ästhetisierung des Problems sondern als konkreter Lösungsansatz. Ob das Realistisch ist? Ein Ansatz ist auch unser Projekt Klimakonferenz. In einem Dialog loten wir unsere Beziehung zum Thema Klimawandel aus. Die sorgfältig aufrecht erhaltene Balance geht da schnell verloren. Man oszilliert zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit. Wellness Umweltschutz – heute mal das Auto stehen lassen und spenden nach Afrika helfen dem Gewissen nur kurzfristig. Ein interessanter Punkt ist das Argument, dass jedes persönliche Klein-Klein letztlich nur das Gewissen beruhigt, aber wenig hilft. Das Wissen, das Geld und die Mittel sind eigentlich da, was fehlt ist der politische Umsetzungswille. Dem kommen wir zumindest ein bisschen näher, wenn wir die richtigen Vertreter wählen.

 

 

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