–Klimaticker– Eis, Austern, Muscheln, Korallen und Windräder

Eisberg von Größe New Yorks entsteht in Antarktis

NASA entdeckt riesigen Riss in Gletscher

AFPVon Michael Studinger | AFP – vor 16 Stunden

(bei der ersten Abbildung finde ich könnten die von AFP sich erstmal noch einigen, ob sie jetzt nicht doch lieber antartkisches Eis schreiben wollen…)

In der Antarktis entsteht derzeit offenbar ein Eisberg von der Größe New Yorks. NASA-Forscher entdeckten im Gletscher Pine Island im Westen der Antarktis einen riesigen Riss, der stetig größer wird und auf eine baldige Abspaltung hinweist

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In der Antarktis entsteht derzeit offenbar ein Eisberg von der Größe New Yorks. NASA-Forscher entdeckten im Gletscher Pine Island im Westen der Antarktis einen riesigen Riss, der stetig größer wird und auf eine baldige Abspaltung hinweist, wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte.

Nasa-Forscher entdeckten in der Antarktis einen riesigen Riss.

Der Vorgang stehe nicht im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung. Der letzte große Eisberg sei 2001 entstanden, daher sei mit der baldigen Entstehung eines neuen Eisberg gerechnet worden.

Nachricht auf Spiegel Online

http://www.spiegel.de/thema/klimawandel/

Quelle: Die Zeit Online

Französische Austern Der Tod lauert im warmen Meer

Die französische Austernbranche erlebt die schwerste Krise seit 40 Jahren. Die delikaten Muscheln sterben an Bakterien und Umweltgiften – und Rettung ist nicht in Sicht.

© Jan-Peter Westermann / Beef!

Eine Komposition aus Fin-De-Claire-Austern, Steckrübe, Spitzkohl und KümmelEine Komposition aus Fin-De-Claire-Austern, Steckrübe, Spitzkohl und Kümmel

Die Gründe des großen Sterbens der rauhschaligen Auster vom Typ Crassostrea Gigas waren zügig gefunden. Auslöser ist das Virus OsHV-1, eine Art “Austern-Herpes”. Dieser Erreger lauert im Mittelmeer, Atlantik und Ärmelkanal. Zusätzlich geschwächt werden die Meeresbewohner durch ein Bakterium namens Vibrio Splendidus, das in milden Wintern und warmen, regenreichen Frühlingsmonaten bestens gedeiht. Das Wasser an den Küsten Frankreichs erreicht laut Ifremer inzwischen Temperaturen von 16 bis 17 Grad, was die Ausbreitung solcher Krankheiten begünstigt. Zudem schließen Experten nicht aus, dass weitere, bisher nicht identifizierte Faktoren wie Umweltgifte oder Toxine aus Algen eine Rolle spielen. Und US-Forscher vermuten, dass neben dem Klimawandel auch übersäuerte Meere zum großen Sterben beitragen.

Das Problem: Austern haben kein Immunsystem wie Menschen oder Säugetiere. Man kann sie nicht impfen oder heilen, sondern nur warten, dass Infektionen abklingen. Oder eben auch nicht.

Nach dem Niedergang der Ostrea Edulis wurde verstärkt die portugiesische Sorte Crassostrea Angulata gezüchtet. Doch die rottete ein Virus in Frankreich zwischen 1970 und 1972 aus. Also wurde sie durch die pazifische Sorte Crassostrea Gigas ersetzt, die heute mehr als 98 Prozent Marktanteil hat – und nun ebenfalls gefährdet ist. Inoffiziell aber werden neben dem bereits erwähnten Klimawandel auch Umweltverschmutzung und intensive Agrikultur als Gründe für die Katastrophe gehandelt.

Gekürzte Fassung aus BEEF!, Ausgabe 4/2011, www.beef.de

Kohlendioxid in der Umwelt Saure Meere bedrohen Muscheln und Korallen

Die Versauerung der Ozeane durch die Aufnahme von Kohlendioxid bedroht Teile der Meeresfauna, warnen Forscher. Vor allem Muscheln und Korallen sind in Gefahr.

Unsere Enkel werden vielleicht keine Muscheln am Strand mehr finden. Tiere mit Kalkschale können in sauren Ozeanen nicht überleben, warnen Meeresforscher© annelilocke/PhotocaseUnsere Enkel werden vielleicht keine Muscheln am Strand mehr finden. Tiere mit Kalkschale können in sauren Ozeanen nicht überleben, warnen Meeresforscher. Aufgrund einer wachsenden Zahl an eindeutigen Studien machen Experten immer nachdrücklicher auf die Versauerung der Meere aufmerksam. So jetzt auch auf einer Tagung von Geowissenschaftlern in Wien: Pro Tag nehme der Ozean 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Luft auf – ein Drittel dessen, was von der menschlichen Zivilisation freigesetzt werde, sagte Jelle Bijma vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven am Dienstag.

Der größere Kohlendioxidgehalt mache das Meerwasser saurer. Die ersten ozeanischen Lebewesen zeigten schon Reaktionen: Kalkbildende Organismen bekämen Schwierigkeiten bei der Bildung ihrer Schalen und Skelette, sagte Bijma. Auf lange Sicht könne die Versauerung ganze Nahrungsketten im Meer gefährden, möglicherweise eines Tages auch die Fischwelt. Dass der Ozean saurer wird, wenn mehr Kohlendioxid in der Luft ist, daran besteht in der Fachwelt nicht der geringste Zweifel. Die chemischen Veränderungen, die im Wasser ablaufen, gelten als gut verstanden. Seit Beginn der Industriellen Revolution vor mehr als 150 Jahren hat der Säuregrad der Weltmeere um etwa 30 Prozent zugenommen. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Ozean um zusätzliche 150 Prozent saurer werden, wenn der Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Luft nicht deutlich gebremst wird.

Weil man nun in Wien unter den Forschern auf das globale Problem der Versauerung aufmerksam machen wollte, wurde die Tagung der European Geosciences Union für 25 Minuten zur Filmbühne. In der Mittagspause konnten sich Konferenzteilnehmer den Beginn des Dokumentarfilms A Sea Change: Imagine a World Without Fish zu dem Thema ansehen. Darin werden neben Forschern auch Menschen interviewt, die in Zukunft möglicherweise unter den Auswirkungen der Versauerung direkt zu leiden haben werden, etwa in fischreichen Regionen in Alaska.

In diesen Wochen läuft der 90-minütige Film auf mehreren Festivals. Im Laufe des Jahres soll er in die Kinos und möglicherweise auch ins Fernsehen kommen. Anschaulich werden in dem Dokumentarfilm die potenziellen Folgen der ozeanischen Versauerung geschildert. Ob es tatsächlich so dramatisch kommt, gilt allerdings unter Forschern als noch offene Frage. “Im optimistischsten Fall werden nur die kalkbildenden Lebewesen betroffen sein”, sagte Bijma. Was den pessimistischen Fall angeht, erwähnen er und Reichart dann aber eine Periode aus der Erdgeschichte vor 55 Millionen Jahren. Während des Übergangs vom Paläozän zum Eozän stieg der Gehalt an Kohlendioxid in der Luft enorm an – in der Folge kam es zu einem Massenaussterben in den Meeren.

Tausende Ökostromanlagen müssen nachgerüstet werden

Anlagen auf niedrigere Produktion ausgelegt

AFPVon Jan Woitas | AFP – vor 55 Minuten

Tausende bereits in Betrieb genommene Ökostromanlagen müssen offenbar bald nachgerüstet werden. Eine Experten-Gruppe des Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministeriums, der Bundesnetzagentur und mehrerer Verbände aus dem Bereich erneuerbare Energien berate derzeit über die geplante Nachrüstung, wie “Spiegel Online” unter Berufung auf Unterlagen des Bundeswirtschaftsministeriums berichtet.

Grund sei, dass sich eine große Zahl von Windrädern, Biogasanlagen und Wasserkraftwerken derzeit gleichzeitig automatisch abschalten würden, wenn die Frequenz im Stromnetz gewisse Grenzwerte, beispielsweise 49,5 oder 50,5 Hertz, über- oder unterschreite.

Als die Anlagen auf diese Grenzwerte eingestellt wurden, sei die Ökostrom-Produktion noch klein gewesen, hieß es in dem Bericht weiter. In manchen Monaten stammten inzwischen aber schon 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien, womit tausende Anlagen bei Erreichen der Grenzwerte ausfallen könnten. Im Ernstfall drohten allein durch Produktionsausfälle in der Industrie Schäden von mehreren Milliarden Euro. Würden zudem viele Anlagen zur gleichen Zeit ausfallen, bräche die Stromproduktion unkontrollierbar stark ein.

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