Gastbeitrag von Gerti Müller

200 Familien fürs Klima

50km-Diät

Als ich in der BZ und/oder Amtsblatt von diesem Thema gelesen habe, dachte ich, da
könnten wir als Familie mitmachen. Nach Rücksprache mit Mann (künftig immer Edgar
genannt) und Sohn (Sebastian) habe ich uns dann angemeldet. Zum ersten Treff musste
Edgar dann alleine gehen, da ich einen anderen Termin hatte. Grund der Beteiligung war für mich, dass ich dachte, man kann immer noch was dazu lernen. Und mal sehen, was da geboten, sprich erklärt wird.
Vor allem lernen, wie man am besten Strom spart, sich umweltgerecht verhält usw.
Am 18. August war ich dann beim Cafe Futur im Waldhaus, da hat Ilaria DeAltin das Projekt 50km-Diät vorgestellt. Spontan habe ich dann zugesagt, dass wir uns an dieser 50km- Diät-Aktion beteiligen würden. Zu Hause musste ich erstmal erklären, was das bedeutet. Eine Woche lang nur einkaufen und verzehren, was im Umkreis von 50 km zu kaufen ist. Also nur regionale Produkte. Als ersten Punkt habe ich mir überlegt, wie mache ich das denn bisher mit dem Einkaufen, was kaufe ich wo.
Der nächste Punkt war, dass ich alle Angebotszettel vom Sonntag durchgesehen habe, ob
bei den Produkten dabeisteht, wo sie herkommen. Z.B. Käse aus Frankreich oder Käse aus dem Allgäu usw. Erstaunlicherweise war das sogar recht oft der Fall, dass es genaue
Herkunftsbezeichnungen gab.

Jetzt galt es noch einen Termin mit dem Beginn zu finden bzw. ich dachte, ein fließender
Übergang wäre auch nicht schlecht. So habe ich gleich mal angefangen und beim Einkaufen darauf geachtet, was für Produkte ich mir in den Einkaufskorb lege.
Joghurt von der Breisgau-Milch. Brotaufstrich und Butter auch von dort. Obst und Gemüse, sowie Kartoffeln und Eier vom Stühlinger Bauernmarkt, der Erzeuger kommt aus Schallstadt. Käse und Joghurt kaufen wir auch beim Stühlinger Bauernmarkt, der Selbsterzeuger kommt aus Lenzkirch. Geht auch noch. (Schau mir aber doch mal die Homepage an, falls die eine haben). Die Homepage ist gut gemacht, alles Bio, und lt. Google Maps 50,3 km von unserem Haus entfernt.

http://www.schwendehof.de

Unsere Produktpalette umfasst neben Joghurt und Quark vor allem Frischkäse, Weich-­, Schnitt-­ und Hartkäse. Für die Weich-­, Schnitt-­ und Hartkäseproduktion wird ausschließlich Rohmilch verwendet. Sämtliche verwendeten Kräuter, Gewürze und Fruchtzubereitungen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Käse aus Rohmilch entwickeln ihren typischen Geschmack, wenn die Grundlagen stimmen. Zusätze wie Salpeter, Kalziumchlorid und andere Konservierungsstoffe und Reifestopper werden nicht verwendet.  Ebenso haben wir frische Fleisch-­ und Wurstwaren vom Rind, Schaf und Schwein. Die Wurst-­ Herstellung wird von einem zertifizierten Bio-­Metzger übernommen. Fleisch und Wurst habe ich heute bei der Metzgerei Winterhalter gekauft, auf Nachfrage wurde mir erklärt, alle Produkte kämen aus dem Elztal (also die Tiere), die Eier aus Gengenbach vom Bauernhof, von da sind auch die Teigwaren. Gengenbach wäre grad noch okay. (Hat mir die Homepage der Metzgerei empfohlen). Hab noch eine Mail geschrieben und um Auskunft gebeten. Und das ist die Antwort, die heute morgen um 7:33 Uhr bei mir eingegangen ist.
Vielen Dank für Ihre nette Nachricht. Unsere Schlachttiere (Rinder) stammen alle von Bauern die im Umkreis von  50km von uns entfernt sind. Die Schweine erhalten wir teilweise auch von Bauern aus näherem Umkreis sowie von Bauern aus dem Schwarzwald-­Baarkreis. Unsere Zutaten bzw. Gewürze erhalten wir von der Firma Wiberg. Die Firma Wiberg hat Ihren Hauptsitz in Salzburg, sowie eine Niederlassung in Freilassing.
Morgen schaue ich nach den Nudeln auf dem Stühlinger Bauernmarkt. Dort kauft Edgar
auch die Blumen, die Erzeugerin kommt aus dem Umland, ich frage nach wo genau sie her ist. Die Rosen, die ich am Montag gekauft habe, sind von der Baumschule Vonderstraß in Lehen, hoffe, sie sind ein Eigengewächs. Brot und Brötchen. Klar war mir, dass die Bäckerei Kaiser in Ehrenkirchen ein „Regionaler Erzeuger“ ist. Edgar und ich hatten mal ein längeres Gespräch mit der Juniorchefin und ich erinnerte mich, dass sie uns erklärte, dass das Mehl aus dem Umland komme.

http://www.kaisers-­backstube.de/

Kaisers Gute Backstube GmbH ist seit 1948 in Familienbesitz. In unserer modernen Backstube vereinen wir  traditionelles Handwerk  und modernste Technik.  Erlesene   Rohstoffe werden in der Produktion durch die  Handwerkskunst und Fachfertigkeit unserer  Bäcker und Konditoren zu hochwertigen Backwaren verarbeitet. Für uns Ehrensache: Wir backen mit Mehl und Biogetreide aus unserer  Region. Das  Biogetreide für unsere  Vollkornprodukte mahlen wir täglich frisch in  unseren eigenen Getreidemühlen. Wir lassen unser Unternehmen und unsere Produkte regelmäßig durch ein neutrales     Institut für Hygiene und Qualitätssicherung kontrollieren. Unsere Bioprodukte sind zertifiziert gemäß der EU-­Ökoverordnung. Gut ist uns nicht  gut genug, deshalb     bekommen Sie bei uns immer etwas  mehr. Wir backen mit selbst hergestellten Vollkornsauerteigen,  Fermentvorteigen, Flockenquellstücken,  Weizen-­ und  Dinkelvorteigen.  Unseren Teigen geben  wir lange Teigruhen für  mehr Geschmack, mehr  Frische, mehr  Haltbarkeit und mehr Bekömmlichkeit. Unsere  süßen Kaffeestückchen
stellen wir mit eigenen Rezepten liebevoll her. Dabei verwenden wir nach  Saison frisches Obst aus der  Region. Wir setzen alles daran,  dass Sie sich  bei uns  umsorgt und gut aufgehoben fühlen, denn bei uns  ist der Kunde nicht nur König, sondern Kaiser.

Jetzt  sollte ich vielleicht mal fragen, was mit Region gemeint ist, auf wie viele Kilometer Umland  ist das ausgelegt. Beim Kauf einer Brezel bei der Bäckerei Armbruster habe ich die  Verkäuferin gefragt, wo denn das Mehl herkomme. Sie war ziemlich verdutzt, hat mir dann gesagt, die Bäckerei sei im Schuttertal daheim und sie gehe davon aus, dass das Mehl direkt aus der dortigen Umgebung sei. Honig beziehen wir vom Förster Friedmann, dessen Bienen stehen im Forstrevier Waldsee. Also das ist dann kein Problem und der Honig ist ausgezeichnet.
Zucker wird nur zum Backen verwendet, auch kein Problem. Marmelade, im Augenblick essen wir geschenkte Marmelade, die Aprikosen sind allerdings aus Rumänien (nicht so gut). Wenn das Glas leer ist, gibt es geschenkte Quitten-Marmelade, die kommt aus Merzhausen. Getränke: Wein und Sekt kaufen wir in Munzingen, beim Bier ist Ganter angesagt. (Grad hat die Brauerei Ganter einen Kasten „Freiburger“ bringen lassen durch einen Sportkollegen von Edgar, der bei Ganter arbeitet). Beim Wasser bedienen Sebastian und ich uns aus dem Wasserhahn. Soll unbedenklich sein, nehme ich ja auch für den Kaffee und den Tee. Kaffee ist die Ausnahme. Beim Tee werde ich jetzt die Pfefferminze, die im Blumenkasten wächst, nehmen. Und für mein abgekochtes Wasser mit Ingwer entfällt der Ingwer. Edgar hat Schwarzwaldperle aus Bad Peterstal (ca. 75 km) das geht nicht, er muss umsteigen auf ein anderes Wasser. Evtl. aus Bad Dürrheim, das ginge noch, da haben wir auch unser Salz her. Mein geliebtes Gewürz „Herbamare“ aus dem Reformhaus wird in Colmar hergestellt, das ginge ja noch, aber ich weiß nicht, wo die Zutaten dafür herkommen. Also auch nicht. Beim Öl könnte ich auf dem Mooswälder Bauernmarkt Rapsöl kaufen, muss aber erst mal klären, wo es genau herkommt.
Beim Treffen der 3 Familien, die sich an der 50km-Diät beteiligen, wurde über Gewürze
gesprochen. Also unser Salz ist aus Bad Dürrheim, kein Problem. Pfeffer, fällt erstmal flach.
Öl ist geklärt, aber was ist mit Essig und Senf? Und was ist mit der Panade fürs Schnitzel? Also natur und ohne Senf.
Meine geschenkten Tomaten, Paprika und Zucchini sind aus dem Garten meines Bruders,
der wohnt allerdings 150 km weiter. Ich werde die Sachen trotzdem verwerten,  weggeworfen wird nichts. Der Ausgleich sind die Tomaten von unserer Terrasse.
Die Paprika sind gleich verarbeitet worden zu „gefüllten Paprika“ nach meinem eigenen
Rezept. Hackfleisch, Eier, Zwiebel, Herbamare und Kräuter aus dem Blumentopf, sowie ein zuvor gewässertes und kleingeschnittenes Brötchen vermengen und in die Paprika füllen. In einer Tomatensoße garen. (Hier habe ich allerdings den Fehler gemacht eine Soße von einem italienischen Hersteller zu nehmen, das ist mir zunächst nicht aufgefallen, allerdings wollte ich meine schönen, geschenkten Tomaten lieber zu Salat verarbeiten statt zu Soße). Sebastian hat Schokolade aus Finnland mitgebracht. Er war mit einem Erasmus-Projekt in Schweden. Hinreise nach Uppsala mit dem Zug, dann noch nach Finnland, Flug nach Tampere, von dort mit dem Zug nach Helsiniki, dann Flug nach Frankfurt und mit dem Zug nach Freiburg. Na ja, weniger co2. Die Schokolade ist jetzt im Kühlschrank, nachdem ich ihm gesagt habe, wir machen das Projekt schon. Er hatte die BZ gelesen und dachte es geht erst kommenden Montag los und dann könne er die Schokolade noch vorher essen. War nichts. Allerdings kam er gestern heim, wollte sich mit einem Bekannten zum Kaffee verabreden und der sagte zu ihm: Willst du deswegen mit mir Kaffee trinken um dich der 50-km-Lebensmittel-Diktatur deiner Mutter zu entziehen. Ich kenne den jungen Mann, hätte ihm mehr zugetraut, auch im Hinblick auf politische Farbenlehre.

Heute gab es für uns Kaffee und für Sebastian Pfefferminztee, den haben wir ja wie gesagt, im Blumenkasten. Gibt es für mich auch als den erwähnten „Nachmittagstee“.
Gott sei Dank hat niemand von Kosmetik gesprochen. Obwohl, ich nehme Produkte von
Hübner aus Ehrenkirchen, das ginge ja, aber wo die Zutaten herkommen, wie z.B. Aloe weiß ich nicht. Waschmittel war Gott sei Dank auch kein Thema. Die Firma Henkel mit Persil ist ja auch nicht um die Ecke und mir fällt kein Produkt ein, dass ich in 50 km Umgebung kaufen könnte. Grad noch Weintrauben geschenkt bekommen aus Britzingen, das ist auch okay. Die selbst aufgelesenen Äpfel aus dem Umland hat Sebastian heute mitgenommen. Ich schreibe jetzt meinen Einkaufszettel und dann schaue ich mal, wie weit ich komme mit Bauernmarkt, Edeka und Raiffeisen.

Zum Mittagessen könnte ich Zucchini-Kartoffelauflauf machen, Kartoffel vom Bauernmarkt,
Eier, Milch, Sahne, Zucchini habe ich noch, aber jetzt geht’s um den Käse, den ich dafür
brauche. Zucchini und Kartoffel fein hobeln, alles in eine gebutterte Auflaufform setzen (an
einer Seite anfangen und dann immer abwechselnd Kartoffel und Zucchini setzen.
Milch, Sahne, Eier verquirlen, Kräuter und Gewürze dazu und dann noch den
geriebenen Käse. Alles in den Backofen und bei 180 grad mindestens eine Stunde
backen, bis es eine gebräunte Kruste gibt.

Ich bin jetzt grad vom Einkaufen gekommen, Stühlinger Bauernmarkt und Edeka, zu Raiffeisen habe ich es nicht geschafft. Holzofenbrot von der Holzofenbäckerei Rinklin aus Bötzingen. Als ich nach dem Mehl usw. gefragt habe, hat die Verkäuferin gleich gesagt, machen sie mit bei den 50 km. Sie war sehr freundlich und hat mir dann das Holzofenbrot empfohlen, da könne ich nichts falsch machen. Salat, Johannisbeeren, Äpfel von Frau Lupberger aus Schallstadt. Hatte den Artikel in der BZ gelesen und mir gleich die selbstgemachte Marmelade angeboten. Aber ich hab ja noch die geschenkte Marmelade.
Sie hat mich noch auf die Idee mit Tee aus Brombeerblättern gebracht. Der Stand mit dem Mehl war nicht da. Hat Urlaub, gibt es halt keinen Kuchen. Aber ich habe ja noch Dinkel im Schrank, wäre doch machbar.

Frau Hug, unsere Blumenfrau ist aus Ebringen, sie hat nur eigene Erzeugnisse, bis auf die
Rosen, die sind aus Friesenheim. Hatte den Artikel auch gelesen. Beim Nudelmacher konnte ich nichts kaufen, die Nudeln werden in Trossingen hergestellt. Dafür habe ich mit Simone aus Trossingen am Telefon geplaudert (Sebastian war nicht da) und sie hat mich gefragt, ob ich das sei in der BZ. Siehe an, wer das alles gesehen hat. Sie kennt das Nudelhaus in Trossingen.

Eier habe ich vom Stand aus Ihringen gekauft. Über Mail kamen Gratulationen zum Artikel und ich soll dann mal über die Erfahrungen berichten. Auch Edgar hat von Kollegen und Kunden gesagt bekommen, man hätte den Artikel gelesen. Und morgen kommt Herr Elsemüller vom SWR, um 10 Uhr zum Frühstück, war seine Idee. Na ja, 10 Uhr, das passt Will sich vermutlich überzeugen, dass wir auch wirklich nur essen was aus 50 km Umkreis stammt. Und morgen kann dann die ganze Familie da sein.

Dann zu Edeka. Von der hiesigen Schwarzwaldmilch 2 Sorten Milch, Butter, Brotaufstrich
Tresana und Kräuterquark, sowie Sahne gekauft. Dann Frischkäse an der Käsetheke. Einen Reibekäse in der Packung gab es nur vom Allgäu, jetzt muss ich selber reiben, es gab nur einen ähnlichen Käse aus dem Glottertal. Edeka hat ein tolles Angebot an Käse aus der Region, aber nicht unbedingt aus dem Umkreis von 50 km. Aber die Bedienungen waren sehr nett. Leider habe ich mehr als 1 Stunde gebraucht und musste 1,50€ fürs Parken berappen. Da schreib ich jetzt eine Mail an Edeka.

Überhaupt muss ich jetzt einfach mal schreiben, dass alle angefragten Personen, sei es
persönlich oder per Mail immer sehr freundlich waren. Die Auskünfte sind gekommen, es war richtig hilfreich. Und auf dem Stühlinger Markt haben sich unsere Lieferanten gefreut, dass wir bei so was mitmachen. Ist doch toll!

Heute war ein Redakteur vom SWR da, morgen soll eine Sendung kommen im Morgen-Magazin über unsere 50 km Diät. Hat er gut gemacht, dass er nach Frühstück gefragt hat
und ich habe dann tatsächlich ein Frühstück auf den Tisch gestellt. Kaffee, ohne Zucker, mit Schwarzwaldmilch, Pfefferminztee vom heimischen Balkon, Butter, geschenkter Marmelade, Honig vom Waldseeförster, Obst vom Bauernmarkt aus dem Stühlinger, Wurst, alles aus dem Umkreis von weniger als 50 km. Es war ein interessantes Gespräch und ich bin gespannt, was in den 3 Sendeminuten alles erwähnt wird.

Dann habe ich noch einen kleinen Ausflug zur „Kunst in der oberen Altstadt“ gemacht, nur
geschaut. Und anschliessend noch zum Markt ums Münster. Champignons vom Züchter aus dem Schlossbergbunker gekauft, der hat dann noch ein nettes Gespräch mit mir geführt. Nudeln aus Reute, die Eier sind vom dortigen Hof. Auf meine Frage nach dem Mehl musste die Verkäuferin erst die Chefin fragen, „wo kommt der Mehl her“. Ich musste schmunzeln. Die Chefin, Deutsche aus Reute, hat mir erklärt, kein Mehl, Hartweizengries und der kommt von der Löffelmühle. http://www.loeffelmuehle.de/ Ich hoffe, dass ich richtig gekauft habe, damit wir die Nudeln essen können. Am Samstag gehe ich jetzt noch auf den Stühlinger Markt und schaue dort nach Nudeln.

Was ich beinahe vergessen hätte, Sebastian hat bei Tee Schwendtner nach Tee gefragt.
Antwort, es gibt keinen Anbau in 50 km Umgebung. Und ich habe heute auf dem Münstermarkt den Tee- und Gewürzhändler gefragt, der hat mir auch gesagt, gibt es nicht in diesem Bereich. Sebastian hat mir grad eine Mail geschickt, er fragt in dieser Sache bei Tee Peter an. Bin mal gespannt.

BZ, heute Samstag, 3.9.2011
50-Kilometer-Diät
Drei Freiburger Familien beginnen am Montag die 50-Kilometer-Diät im Rahmen des
Projekts “Aktiv fürs Klima” (die BZ berichtete). Mit dabei ist Annette Schuck, Lehrerin und
Mutter von drei Kindern. Die 43-Jährige berichtet in dem Blog 50kmdiet.wordpress.com über die Erfahrungen, die ihre fünfköpfige Familie mit dem Versuch machen wird, sich sieben Tage lang ausschließlich von Lebensmitteln zu ernähren, die im Umkreis von 50 Kilometern hergestellt worden sind. Ihre Vorab-Recherchen – woher kommen eigentlich die Zutaten fürs regionale Brot beim regionalen Bäcker? Gibt’s südbadisches Salz? – kann man schon jetzt kritisch-unterhaltsam formuliert auf dem Blog nachlesen.
Am Samstag hat Edgar eingekauft, vor allem auf dem Stühlinger Markt. Da hatte er wirklich Erfolgserlebnisse, alle unsere Verkäufer haben gefragt, wie es denn laufen würde und sie waren total begeistert. Der Verkäufer mit den Nudeln hat sich aufgeregt, dass er das nicht gelesen hatte, war aber auch sehr informativ. Ich hab mir überlegt, 500 Gramm Nudeln 2,60€, das hält eine 5-köpfige Familie nicht lange durch.

Heute kam dann der Schlag ins Wasser. Die Brauerei Ganter fährt das Bier nach Karlsruhe und lässt es dort abfüllen in Flaschen. Edgar meinte, da müsse er ja den geschenkten Kasten wieder zurückgeben. Ich hab ihm gesagt, lass mal, wir können da doch nichts dafür. Heute das Öko-Test-Heft gekauft. Lese es später. Hab es mal durchgesehen. Genauer lese ich es am Donnerstag.

Gestern waren wir mit der BSB in Ihringen. Vom Bahnhof aus mit dem Traktor-
Zubringerdienst auf den Blankenhornsberg. Unsere Rebstöcke ansehen. Es war ein Fest auf dem Blankenhornsberg und wir drei haben alle eine Rebstockpatenschaft zugunsten der Turmorbiologie. Am liebsten hätte ich ja den schottischen Wildlachs vom Colombi gegessen, habe ich mir aber verkniffen. Nicht im Umkreis von 50 km zu erzeugt.
Dann mit derselben Transportmöglichkeit wieder nach Hause und nur Produkte aus dem
Umkreis von 50 km gekocht.

Heute war ich bei Raiffeisen. Einen vegetarischen Brotaufstrich von Culinessa gefunden, aus Freiburg. http://www.culinessa.de/

Mit seinem neuen Markenauftritt stellt BIONOR Culinessa seine größte Stärke eindeutig   heraus:
die BIONOR Culinessa Produkte stehenfür Vielfalt, Genuss und Natürlichkeit und bieten Köstliches auf gesunde Art. Die Natur ist gilt dabei als Vorbild. Alle Produkte sind rein pflanzlich und nur mit ausgewählten Bio-­Zutaten hergestellt. Sie sind völlig frei  von Geschmacksverstärkern, Aroma-­ und Farbstoffen und  enthalten weder Ei noch Milch.  Die Herstellung erfolgt  traditionell in der eigenen  Produktionsanlage im Schwarzwald.
Meinen Apfelsaft habe ich dann aber bei Edeka gekauft, die hatten sogar 2 Sorten, die
möglich waren. Zum Essen gab es wieder nur Produkte aus dem Umkreis von 50 km. Und
unser Pfefferminztee aus dem heimischen Balkonkasten schmeckt Sebastian und mir immer noch gut, auch ohne Zucker. Mit dem Apfelsaft und Essig habe ich meine Fruchtfliegenfalle wieder neu aktiviert. Denn die lieben kleinen Biesterchen stören uns alle ganz gewaltig. Jetzt habe ich noch einen Link dazu gefunden im Prolixnewsletter: http://www.prolixletter.de/
• Fallen aufstellen: Gegen Fruchtfliegen hilft eine Schale, in die Essig mit etwas Saft
und einem Spritzer Spülmittel gefüllt wird. Das Spülmittel nimmt der Flüssigkeit die
Oberflächenspannung, so dass die angelockten Fliegen ertrinken. Wer möchte, kann
die Schale mit einer perforierten Klarsichtfolie abdecken (dann aber darauf achten,
dass die Löcher groß genug sind). Im Handel sind außerdem Klebestreifen erhältlich,
die an besonders exponierten Stellen, z. B. dem Küchenfenster oder in der Nähe des
Obstkorbes, angebracht werden können. Wenn Fruchtfliegen sich in der heimischen Küche niedergelassen haben, heißt es erstmal Geduld haben, denn bis die Gegenmaßnahmen wirken, braucht es häufig etwas Zeit. Angeblich soll auch der Duft von Nelkenöl, Sandelholz oder Basilikum die Insekten vertreiben. Zumindest ein kleiner Trost bleibt: Spätestens im Winter ist alles vorbei!

Quelle:
Minifliegen in der Küche: So bekommen Sie die Hochsommer-Plage in den Griff. In:
Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) 2011, Heft 7/8, Seite 4-5.

Gestern das übliche Frühstück mit Kaffee, Pfefferminztee, Brot, Butter, Marmelade, Honig,
Obst, alles aus der Umgebung. Dann Besuch aus Australien, die natürlich erstmal zum
Münstermarkt wollten. Eine Wurst von Hassler gegessen, der ist ja von hier und seine
Würste auch. Der Kuchen am Nachmittag, da habe ich mir die Nachfrage verkniffen, aber wir waren alle guten Mutes, dass wir mit den Erdbeeren hinkommen könnten. Das Abendessen mit „Badischem Leberle und Brägele passt hoffentlich auch. Getränk ein Weinschorle und Sebastian ein Apfelsaftschorle.

Heute wieder unser gewohntes Frühstück. Edgar ist zur Arbeit, Sebastian auch, ich gehe
auch arbeiten. Und werde mir erlauben, nicht die kärglichen Reste vom Montag zu
verzehren, sondern in die Kantine von der AOK zu gehen. Ich weiß, dort werden
hauptsächlich regionale Produkte verwendet und gesund gekocht. Aber ob alles immer in
unserem 50 km Umkreis ist, da möchte ich meine Hand jetzt nicht dafür ins Feuer legen.
Mein vorläufiges Fazit ist: Wir haben im Grunde uns schon bisher mit regionalen Produkten ernährt. Deshalb habe ich auch gesagt, eigentlich war es nicht teuerer. Das heißt natürlich, ich hab nie Nudeln bei Aldi gekauft, sondern möglichst schon immer Produkte aus regionalen Erzeugnissen, Gemüse und Obst vom Bauernmarkt. Aber Kaffee und Tee, Öl, teilweise auch Essig, Salz, Senf, Zucker, das war natürlich nicht unbedingt immer regional. Darauf achte ich künftig verstärkt.

Die nächsten Tage habe ich ja vermutlich Zeit über einige Dinge nochmals nachzudenken,
das Öko-Heft zu lesen. Und dann vielleicht endgültig ein Fazit zu ziehen. Aber für heute
mache ich mal Schluss.

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