50 km sind nicht viel…

jetzt bleibt immer noch die Frage: wenn z.B. Jacoby einen Fruchtsaft produziert, dann gilt ja nicht automatisch, dass man den auch dann trinken kann. Denn Orangen wachsen ja kaum im 50 km Umkreis. Aber sie bauen Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen an. Das sollte also auf jeden Fall ok sein!

Jedenfalls kann man ja nicht immer noch recherchieren, ob das was in der Nähe produziert wird auch in der Nähe gewachsen ist, ob also die Sonnenblumenkerne oder der Weizen für das Weizenmehl, das der örtliche Bäcker verwendet, auch hier gewachsen sind. Das ginge mir aber glaube ich schon zu weit! Bei der Schwarzwaldmilch kann man ja seit dem Skandal mit dem Namen Breisgaumilch im letzten Jahr wohl davon ausgehen, dass die Rohstoffe jetzt aus der Region kommen…

http://www.schwarzwaldmilch.de/:

“Etwa 1.500 zumeist kleinere bäuerliche Familienbetriebe, mit durchschnittlich etwa 30 Milchkühen pro Hof, sorgen für die erstklassige Qualität des wertvollen Rohstoffes Milch. Das Einzugsgebiet reicht über den gesamten Schwarzwald bis zur schweizerischen Grenze.”

Zum Glück für unsere jüngeren Familienmitglieder hat die Schwarzwaldmilch ja nun eine größere laktosefreie Produktpalette.

Wie ist es aber andersrum, wenn etwas hier produziert wird und dann woanders verarbeitet und zurücktransportiert wird? Gar nicht so einfach so ein Projekt. Meine Tochter war heute schon ganz erschrocken und fragte ob hier Toilettenpapier produziert wird, bis es ihr einfiel, dass es zum Glück nur um Lebensmittel geht.

Welche Ausnahmen brauchen wir denn nun? Also auf jeden Fall Kaffee! Dann ist noch die Frage, ob Gewürze, so wie Salz, Pfeffer, Zucker etc. auch Ausnahmegenehmigungen brauchen. Also ohne Salz geht ja gar nicht. Ohne Zucker könnte man sich ja noch mit Honig behelfen. Hefe? Oder Backpulver? Backen ohne beides geht ja mal auch schlecht…

Wenn tatsächlich alles Ausnahmen sind, dann klingt zwei Ausnahmen (das ist das was angesagt ist) schon echt nach wenig! Und was ist mit Nutella??? Da geht ja gar nichts ohne Ausnahme und Legau für Samba ist auch zu weit. Und der Ovomaltineaufstrich wird mit Schweizer Zutaten in Belgien hergestellt… Aber egal, die Schweiz ist ja auch schon zu weit!

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